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Wie Juden den Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) betrachten Islam

Wie Juden den Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) betrachten

Wie Juden den Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) betrachten

 

Nuh ARSLANTAŞ, Doç. Dr.

Universitaet Marmara  Theologische Fakultaet

 

 

Die Muslime sind den Juden in Medina begegnet.  Als der Prophet (auf ihn Allahs Segen und Frieden) von Mekka nach Medina emigrierte, waren dort mehr als die Hälfte der Einwohner Juden. Die Juden hatten die Oberhand über den Handel. Dadurch, dass sie „ahl- al-kitap“ (Buchreligion, Besitzer eines Schrifttums von göttlicher Instanz) waren, prägten sie die Araber.

In den ersten Jahren der Hidschra (der Emigration) hatten die Juden dem Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) gegenüber Vorurteile. In den zwischenmenschlichen Beziehungen waren die Juden sehr angespannt.  Der Grund dafür war die Angst die Überlegenheit im Handel und sozio-kulturellen Bereich zu verlieren. Der Grund für den Verlust der Überlegenheit wurde in der Person des Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) personifiziert.

Der eigentliche Grund für die negative Einstellung gegenüber dem Propheten (auf ihn Allahs Segen und Frieden) war sicherlich die Tatsache, dass Mohammed der letzte der Propheten war, der in den Heiligen Büchern prophezeit wurde. In Folge des qualvollen Lebens im Exil hofften sie auf einen Erlöser. Sie gaben diesem Erlöser den Namen „Mesias“ und er sollte vom Stamme Israels sein. Doch der Prophet Mohammed (auf ihn Allahs Segen und Frieden) war von den Nachkommen Ismaels und nicht Isaacs. Dies  hat auch mit dem Glauben der Juden, das „auserwählte Volk“ zu sein, etwas zu tun. Juden sehen sich durch diesen Glauben anderen Völkern und Religionen gegenüber überlegen. Dies verleitet sie auch dazu, innerhalb der Gruppe zusammen zu halten und einander zu helfen.

İsmael und seine Nachkommen stammen von Abrahams Frau Hacer ab. Sie wird in den jüdischen Quellen als zweitrangig angesehen, da sie obwohl sie im ägyptischen Palast aufgewachsen ist Abraham als Sklavin übergeben wurde. Dies wird im Alten Testament so dargestellt.  Ismael wird in den jüdischen Quellen nicht erwähnt. Die Araber, die als Ismaeliten (Yishmaelim) bezeichnet werden, werden als in der Wüste lebende, auf Kamelen reitende Menschen beschrieben, die Wohnbezirke beschädigen und Unruhe stiften (Genesis 16/12; Buch der Richter 8/24; Buch der Psalmen 83/7).

Der Prophet Mohammed hat im Umgang mit den Juden eine bewusste Strategie verfolgt. Um der Überlegenheit der Juden im ökonomischen und sozio-kulturellen Bereich entgegenzuwirken hat er einige Maßnahmen vollzogen.  Der Prophet Mohammed hat dem Markt der Juden in Medina einen alternativen Markt gegründet. Er begrenzte sie indem er sie in ein Dokument, dass sich „el-Vesika“ nennt, eintragen lies. Auch durch Befehle und Empfehlungen an seine Gefährten hat er den Durchbruch im sozio-kulturellen und ökonomischen Bereich erlangt.

Im Alltagsleben und den zwischenmenschlichen Interaktionen behandelte er sie, trotz deren negativen Haltung ihm und den Muslimen gegenüber, auf zivilisierte Art und Weise. Die in Medina lebenden Juden hatten allerdings die Gelegenheit, als Buchreligion gesehen und dementsprechend gut behandelt zu werden ausgenutzt. Statt die Privilegien friedlich zu genießen, wandten sie sich ab und hintergingen den Propheten. Sie versuchten, die sich durch die „Vahy“-also die göttliche Offenbarung- weiterentwickelnden Muslime durch verwirrende Themen abzulenken. Frei nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ animierten sie die Götzendiener in Mekka gegen die islamische Gemeinschaft in Medina zu kämpfen. Dieses Vorhaben war gegen den Bündnisvertrag, welches sie nach der Hidschra in der sogenannten „Vesikat-u Medina“- Gemeindeordnung von Medina- unterschrieben hatten. Was mich persönlich  am meisten bedrückt ist, ist dass nach der Verlorenen Schlacht von Bedir eine Gruppe von den Juden einige Götzendiener in Mekka besuchten und diesen unter den Tücher der Kaba sagten, dass die Götzendienerei für sie besser sei, als der Monotheismus der Muslime. Diese Haltung ist jedoch kontrovers wenn man die Erfahrungen der Juden in ihrer eigenen Geschichte und deren Glaubensgrundsätze sich vor Augen führt, da sie doch angefangen von Ägypten über Rom, Byzanz, Persien und die Sassaniden, gegen die Götzendienerei ehrenvoll gekämpft hatten. Mit einem Mal hatten sie dies alles Zunichte gemacht.

 

Trotz allem  hatte der Prophet den Juden gegenüber eine realistische Haltung vorgezeigt. Die, die gewilligt waren sich zivilisiert zu verhalten, hat er nie zurückgewiesen. Er tolerierte sogar die, die negativ gesinnt waren.

Zur damaligen Zeit benutzten die Juden keinerlei Begriffe wie; „Mohammed“, „Nebi“ oder „Rasul“, die auf das Prophetentum Mohammeds hingewiesen hätten. Sie nannten ihn „Abu Kasim“ um den Namen „Mohammed“, der im Heiligen Buch der Juden genannt wird nicht zu erwähnen, gar vergessen zu machen. Da beide Sprachen den gleichen Ursprung besitzen nutzten einige sogar die Nuancen zwischen einigen arabischen und hebräischen Wörtern, die jeweils in der andere Spreche unterschiedliche Bedeutungen haben,  um den Propheten abwertend anzusprechen.

Ein Beispiel für die verwendeten Wortspiele: Immer wenn sie den Propheten sahen, sagten die Juden statt „Es-Selamu Aleyke“ (der Friede sei auf dir), „Es-Samu Aleyke“ (der Tod sei mit dir).

Trotzdem gab der Prophet die Beziehung zu diesen Personen, die diese Wortspiele benutzen nicht auf und erwiederte deren „Gruß“ mit „ Ve aleyke/aleykum“ (mit dir ebenfalls).

Ein Beispiel sei auch aus dem Koran erwähnt: Im Koran wird den Muslimen befohlen den Propheten mit „Unzurna“  nicht mit „Ra`ina“ anzusprechen (Die Kuh 2/104) „Ra`ina“ war ein in der arabischen Bevölkerung verbreiteter Begriff[1],  was so gut wie „Hör uns zu, spitze deine Ohren“ bedeutet.

 

Der Grund warum der Koran solch eine Anredeform befiehlt besteht darin, dass die Jüdische Bevölkerung dieses Arabische Wort nicht als ein solches verwendete sondern in Form einer Vermischung mit dem Hebraeischen ein Wortspiel daraus machte. Die Juden benutzten das hebräische Wort für schlecht und Nichtsnutz „RA“ (רע) mit dem arabischen Wort für Wir/Unser „NA“ und lehnten es somit dem arabischen an (RANA- also ein Misch aus Hebräisch und Arabisch). Das Wort gewann so eine andere Bedeutung und hieß:“ Unser Schlechter/Unser Nichtsnutziger“. Sie machten sich untereinander lustig über den Propheten und der im Koran verwendeten Anrede. Wir erfahren aus dem Koran, dass sie, nach dem Auszug aus Ägypten,  ähnliche Wortspiele auch dem Propheten Moses gegenüber benutzt hatten. Im Koran wird berichtet, dass Moses den Juden befohlen hatte „Vergib uns unsere Fehler“ (hitta/ حِطَّةٌ) zu sagen sobald sie das Dorf (Nahe Jerusalem) betreten würden (Die Kuh 2/ 58-59). Doch stattdessen (statt hitta)verwendeten sie ein anderes Wort. In den Interpretationen dieses Verses wird gesagt, dass die Juden statt „hitta“ das Wort „Hinta“-Getreide- benutzt haben sollen. Wenn man sich dieses Wort auf Hebräisch ansieht, erkennt man das intelligente Wortspiel, dass die Juden erfunden hatten. Das Wort „Hitta“ („hata חטא )kann nur bei genauer Aussprache und Betonung von hita חיטה “- dass im deutschen dem Wort Getreide entspricht,  unterschieden werden, dass somit zur Folge hat, dass diese beiden Wörter sehr leicht verwechselt werden können. İm Koran wird dieses Beispiel dazu erwaehnt den Propheten zu trösten, da nicht  nur die Juden zur Zeit des Propheten sondern auch die zur Zeit von Moses Wortspiele verwendet hatten, um ihr gegenüber zu erniedrigen.

 

Der Prophet Mohammed wird in der jüdischen Literatur sehr abwertend beschrieben. Durch religiöse Verbissenheit, Diffamierung und den Einfluss der Juden durch das christliche Umfeld in dem sie lebten, wurden die meisten Juden falsch informiert. In der jüdischen Literatur wurden folgende Begriffe für Mohammed verwendet:“pasul“ (Betrüger, Pseudo-Prophet); „ro`e tson“ (Hirte), „ro`e evili“ (Der unzüchtige Hirte der Sündiger); „meshuga“ (Irrer, Idiot, beklopft, launenhaft); „ish ha-ruah“ (psychologisch Gestörter); „arur“ (Verdammter); „ilem ha-rasha“ (Idiot, schlecht).

Sicherlich sind einige dieser Bezeichnungen von fanatischen Gelehrten bewusst gewählt worden, um zur Diffamierung anzuzetteln.

Der Islam hebt Gemeinsamkeiten hervor und lehnt eine Beleidigung, welches Propheten auch immer, ab. Auch wenn der Islam an einen Juden herabgesandt gewesen wäre, waere jeder Prophet dem anderen gleichgestellt und waere demnach akzeptiert gewesen. Deswegen glaubt der Muslim nicht nur an Mohammed, sondern an alle von Allah herabgesandten Propheten, die in den Heiligen Schriften erwähnt werden. Jeder Muslim ist verpflichtet an die Popheten und die Heiligen Schriften und Bücher zu glauben. Dieses Verständnis der Liebe und des Respekts des Islams, das es in anderen Religionen nicht gibt, reicht aus um den Weltfrieden zu gewährleisten.

 

Folgendes sei auch erwähnt: Die Beziehungen sind nicht völlig negativ. Es gab auch einige, die eine Beziehung zum Propheten hatten und sich nicht abwandten. Der Hadith „Jibril (Gabriel) erzählte mir so viel von den Rechten der Nachbarn, dass ich dachte sie würden auch als Erben in Frage kommen“ wurde überliefert, als man einem jüdischen Nachbarn Gutes getan hatte.

Als der Prophet Almosen an Muslime verteilte, fragte ein Jude danach ebenfalls etwas zu bekommen. Als der Prophet den Mann ablehnte und antwortete es stehe nur den Muslimen Almosen zu, wurde er von Allah ermahnt.

Wir wissen, dass der Prophet seinen jüdischen Nachbarn besucht hat. Wir wissen auch, dass er sich erhoben hat, als ein jüdischer Leichnam transportiert wurde. Er scheute sich nicht davor, mit Juden eine Verwandtschaft einzugehen. Er heiratete zwei jüdische Frauen, Safiyya und Reyhane. Der Prophet hat seinen beiden Frauen nicht untersagt mit ihren Familien gut auszukommen, ganz im Gegenteil, er animierte sie dazu. Bis zu seinem Tod  hat er die Beziehungen zu ihnen aufrecht erhalten, den ökonomischen und sozialen Kontakt zu ihnen gepflegt.

 

 

Uebersetzt aus dem Türkischen von T&İ Entertainment

 

[1] Damit ist gemeint, dass man darauf achten sollte, wie man mit dem Propheten spricht. Mohammed ist in seiner Funktion als Prophet/Gesandter Allahs und Staatsoberhaupt respektvoll und höflich anzusprechen

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