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Die Frau im Judentum und Christentum Theologie

Die Frau im Judentum und Christentum

~~Die Stellung der Frau im Judentum und Christentum

Die Frau,  ein wichtiger Teil der Menschheit, wurde in nahezu allen religiösen Schriften als separates Thema behandelt, Äußerungen über ihre Rolle im menschlichen Dasein getroffen. Diese Arbeit befasst sich mit diesem Thema, vor dem Hintergrund der Quellen des Juden- und Christentums.

Im ersten Teil werden die Äußerungen im Alten Testament, in welche die Tora involviert ist, analysiert. Im zweiten Abschnitt (des ersten Teils) werden wir die Äußerungen der wichtigsten Quelle   des Judentums, nach dem Alten Testament, im Talmud darstellen.  Im zweiten Teil dieser Arbeit werden die Äußerungen über die Stellung der Frau in den Quellen des Christentums dargestellt. Hauptsächlich werden die Äußerungen von Jesus und Paulus berücksichtigt. Der letzte Teil wird über das Verständnis der christlichen Theologie im Mittelalter und der moderne Aufschluss geben.


I. Die Frau im Judentum

Das hebräische Wort für „Frau“ ist „`isha“ und bedeutet sowohl generell Frau, als auch Ehepartner. Im  Kulturkreis des Mittleren Osten, in welchem auch das Alte Testament sich entwickelt hat, hat die Frau einen minderwertigen und zweitrangigen Wert. Dies hat insbesondere das jüdische Religionsverständnis sehr geprägt. Deswegen ist die Sicht auf die Frau im Alten Testament und der Exegese des Alten Testaments, des Talmuds, stark geprägt von dieser Sicht. In der jüdischen Mystik, der Kabbala, steht die Frau als Symbol für die Weiblichkeit.
Hier werden mittels Referenz auf die drei Aspekte und Quellen des Judentums, die Meinungen bezüglich der Frau behandelt.


1. Die Frau im Alten Testament:  Zwei Schöpfungen, zwei Frauen, zwei Schicksale

Die ersten Passagen, die von der Frau berichten, sind in der Schöpfungsgeschichte zu finden. Da die Schöpfungsgeschichte auf zwei verschiedene Art und Weisen erzählt wird, finden sich auch bezüglich der Frau zwei verschiedene Äußerungen wieder.  Diese Äußerungen in der Schöpfungsgeschichte über die Frau, sind vom bestimmenden Charakter für die Auffassung und Sichtweise der jüdischen Kultur diesbezüglich. Deswegen werden die Ausführungen bezüglich der Frau im Alten Testament ausgehend von der Schöpfungsgeschichte analysiert. Danach werden einige andere Überlieferungen des Alten Testaments erwähnt.

Im Buch Genesis des Alten Testaments wird die Schöpfungsgeschichte auf zwei unterschiedliche Art und Weisen wiedergegeben. In beiden Varianten der Geschichte wird direkt zu Beginn, sowohl die Art und Weise der Schöpfung, als auch das Ziel und der Ort der Schöpfung,  erwähnt. Doch wenn wir die Bemerkungen der Forscher und Wissenschaftler, die sich mit der Chronologie und dem Inhalt der Heiligen Schrift beschäftigen und vermittelt haben, dass beide Geschichten chronologisch betrachtet zu unterschiedlichen Zeiten verfasst wurden, Achtung schenken, sehen wir, dass die Sicht auf die Frau im Alten Testament, von Buch zu Buch (Kapitel zu Kapitel) verschieden ist.  Dem entsprechend sind die Äußerungen im ersten Teil der Schöpfungsgeschichte, in der elohistischen Quellenschrift  anders als die Äußerungen der jahwistischen Quellenschrift  im zweiten Teil. In der elohistischen Quellenschrift werden keine Details bezüglich der Frau genannt. Die elohistische Quellenschrift erwähnt die Frau zusammen mit dem Mann. In der jahwistischen Quellenschrift ist dies jedoch anders. Die Frau wird hier als Helfer des Mannes erschaffen.
Die zu unterschiedlichen Zeiten verfassten Quellenschriften, sind repräsentativ für die von der Bnei Yisrael (Söhne Israels) entwickelten Verhaltensweisen gegenüber der Frau.

a) Die (Auffassung von der) Frau, die bei der Schöpfung dem Mann gleich gestellt ist.

Die Frau, die in Genesis 1-2/3 erwähnt wird, wird im Zusammenhang der Schöpfung des Menschen erwähnt. Bei dieser Erzählung besteht die Menschheit aus einer Frau und einem Mann. Hieraus kann man erkennen, dass zwischen Mann und Frau keinerlei Unterschied besteht. Anhand der ersten Schöpfungsgeschichte erfahren wir, dass der Mensch, also die Frau und der Mann am sechsten Tag, nach den Tieren, nach dem Ebenbild Gottes, erschaffen wurden.


„Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“

“Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib“

Man kann anhand der Verse erkennen, dass die Frau und der Mann am sechsten Tag,  “zum Bilde Gottes” erschaffen wurden. Demnach sind die zwei Bestandteile des menschlichen Wesens, die Frau und der Mann, beide Ebenbilder Gottes. Dieser Aspekt wird zur Verdeutlichung dreimal wiederholt. Dies ist der höchste Rang, der der Frau im Alten Testament gewidmet wird. İn der gleichen Erzählung, wird im Folgenden dem Menschen befohlen, Herrscher über die Geschöpfe zu sein. Diese Aufgabe haben Mann und Frau gleichzeitig übernommen und sind auch beide verantwortlich dafür:

“Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“

Gott hat Mann und Frau gleichzeitig heilig gesprochen und möchte von ihnen, dass sie sich vermehren und Herrscher über die Geschöpfe werden. “Vermehrt euch” und “herrscht” sind die ersten Befehle des Alten Testaments an Mann und Frau. Die Gottesgaben und Nahrungen wurden dem Menschen aus diesem Grunde zur Verfügung gestellt:

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise“

Doch dieser Zustand der gleichberechtigten Verantwortung gegenüber Gott wird in der jahwistsichen Quellenschrift verworfen und entwickelt sich zum Nachteil der Frau. Über die Jahre hinweg wird sich der erneuerte Zustand fest verankert haben und geltend sein.


b) Die Erschaffung der Frau als Diener des Mannes

Im zweiten Teil der Schöpfungsgeschichte, im Kapitel 2-3/24, wird von Adam und dem Beginn der Schöpfung berichtet. Berücksichtigt man diese Schöpfungsgeschichte (der jahwistischen Quellenschrift), erkennt man, dass die Geschichte des Mannes, in Perosnifikation von Adam erzählt wird. Im Gegenteil zur elohistischen Quellenschrift, wurde die Frau in der jahwistischen Quellenschrift noch nicht erschaffen. Die Erschaffung der Frau wird separat behandelt.  Laut der jahwistischen Erzählung, ist der Grund für die Schöpfung Adams, der Wille die Felder zu bestellen. Einen anderen Grund gibt es nicht. Wenn man die gesamte jahwistische Quellenschrift untersucht, erkennt man diesen Grund offenkundig:

„Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. Und allerlei Bäume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute. Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land. Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“

Nachdem Adam erschaffen wurde, wurde er in den Garten Eden gebracht. Der Grund warum Adam in den Garten mit dem “Baum des Lebens” und dem “Baum der Erkenntnis über Gut und Böse” gesteckt wurde, ist, dass er dort die Erde bestellen und den Garten bearbeiten solle. Gott hat allerdings eine Bitte an Adam, nämlich, dass er nicht vom “Baum der Erkenntnis über Gut und Böse” isst.  Nachdem dies alles geschehen ist, beschliesst Gott, dass Adam nicht alleine bleiben solle:

„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“


Dies sind die Informationen der zweiten Erzählung des Alten Testaments bezüglich der Schöpfung der Frau. Hier wird ausdrücklichst erwähnt, dass es die Aufgabe der Frau ist, einzig und alleine dem Mann zu dienen. Ergo ist zu Schlussfolgern, dass das Ziel der Schöpfung der Frau ist, dem Mann, der damit beauftragt wurde, die Erde, die Felder zu bestellen, zu helfen und zu dienen. Die Funktion der Frau als Helfer und eines Wesens von  zweitrangigem Wert, wird in der weiteren Erzählung deutlicher hervorgebracht. Bevor die Frau als Helfer für Adam bestimmt wird, sucht Gott erst bei den Tieren nach einem passenden Helfer. Somit wird der Eindruck erwähnt, dass die Frau erst nach den Tieren in Erwähnung gezogen wird. Die Frau wird förmlich daran erinnert, dass sie nach den Tieren und dem Mann erschaffen wurde.

„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vögel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen würde, so sollten sie heißen. Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.“

Erst nach dem unter den Tieren kein passender Helfer und Diener für Adam gefunden wurde, wird die Frau, aus dem Körper Adams erschaffen. Doch dieser Teil des Körpers, ist nicht etwa der kräftige Teil, sondern der Schwache, die Rippe. Somit wurde also laut dieser Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments die Frau aus dem schwachen Teil des Körpers, nämlich der Rippe des Mannes erschaffen, um ihm zu dienen.

“Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte zu mit Fleisch. Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.“

Dieses Geschöpf, welches von ihm erschaffen wurde und dessen ledigliche Aufgabe es ist, ihm zu dienen, wird demselben vorgestellt. Adam gibt den Namen selbst:

„Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin heißen, darum dass sie vom Manne genommen ist“

Das hebräische Wort für Frau, „‘ischa“ kommt vom Wort Mann, „isch“. Somit wird der Frau auch ständig vor Augen geführt, dass sie vom Mann stammt und abhängig von ihm ist. Im weiteren Verlauf wird bezüglich der Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau, die ontologische Natur hervorgehoben und ausgesagt, dass die verheiratete Frau ein Teil ihres Ehemannes ist:

„Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch.“


Die Behauptung des Alten Testaments, dass sich die Frau Adam‘s von der Schlange hat irreführen lassen und Adam somit vom richtigen Weg abgehalten hat, womit sie beide aus dem Paradies verbannt wurden, ist der Grund, warum die Frau in der Geschichte immer von der Gesellschaft abgeschottet und als niederes, zweitrangiges Wesen gesehen wurde. Insbesondere auch durch die Ergänzungen und Unterstützungen der Theologen sind diese vehementen Beschuldigungen ihr gegenüber für die Frau zum Verhängnis geworden. Dass Adam und seine Frau aus dem Paradies verbannt wurden, wird als Grund gesehen, warum auch die Menschen daraus verbannt wurden. Dadurch, dass die Frau sich von der Schlange hat irreführen lassen und vom verbotenen „Baum der Erkenntnis über Gut und Böse“ gegessen und danach Adam dazu verleitet hat, ebenfalls davon zu essen, wurden sie aus dem Paradies verbannt und die Frau musste aufgrund dessen Leiden ertragen, als Busse für ihre Sünde.
Nachdem die Frau der Schlange gesagt hatte, dass sie sterben würden, weil sie vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen haben, sagte dieser, dass dem nicht so sei:

„Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten? Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, rührt's auch nicht an, dass ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; sondern Gott weiß, dass, welches Tages ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.“

Dadurch, dass die Frau hier als leicht beeinflussbares, naives, gieriges und als Wesen, dass sich nicht an Regeln hält, dargestellt wird, wurde sie jahrhundertelang im semitischem Kulturkreis  unterdrückt.  Obwohl Adam auch von der Frucht gegessen hat, und das ohne Zwang, wird er nahezu belohnt in dem die Frau ihm untergeordnet wird. Die Bestrafung der Frau durch Gott kommt wie folgt:


„Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein“

 

c) Andere Äußerungen bezüglich der Frau im Alten Testament


Die typische Eigenschaft einer Agrarkultur „einen männlichen Nachkommen“ zu haben, ist im Alten Testament weit verbreitet; in nahezu jeder Prophetengeschichte ist davon die Rede. Vor diesem Hintergrund ist die Frau nur dann wertvoll und erwähnungswert, wenn sie gebärt, und insbesondere einen männlichen Nachkommen auf die Welt setzt. Die Geschichte über Abraham ist das beste Beispiel hierzu:

„Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen möge. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. nahm Sarai, Abrams Weib, ihre ägyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten. Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, daß sie schwanger war, achtete sie ihre Frau gering gegen sich. Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, daß sie schwanger geworden ist, muß ich gering sein in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir“

„Und der HERR suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte. Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte. Und Abraham hieß seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar, und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte. Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird über mich lachen, und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, dass Sara Kinder säuge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter. Und das Kind wuchs und ward entwöhnt; und Abraham machte ein großes Mahl am Tage, da Isaak entwöhnt ward. Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägyptischen, den sie Abraham geboren hatte, dass er ein Spötter war, und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak.“

Der Name der Frau Abraham‘s war bevor sie einen jungen zur Welt gebracht hatte Sarai. Nachdem sie Isaak zur Welt brachte, wurde ihr Name zu Sara, was Prinzessin bedeutet, umgeändert.

Die Wichtigkeit der Frau, innerhalb der Agrargesellschaft des Mittleren Ostens, die einen männlichen Nachkommen auf die Welt bringt, wird wie folgt dargestellt:
 
„Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heißen, sondern Sara soll ihr Name sein. Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker.“

Im Alten Testament ist sowohl das Verlangen von Adam, als auch das Verlangen von Isaak nach einem männlichen Nachkommen so groß, dass sie Gott anflehen:

„Isaak aber bat den HERRN für sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR ließ sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger“

 

2. Die Frau in der Literatur des Talmud: „Nashim“

Den Talmud Forschern zur Folge, ist der gesamte Talmud eine Form der Verbildlichung der Frauenfeindlichkeit (Misogynie). Dies lässt sich auch im modernen Zeitalter spüren. Auch wenn Maharele de Prague eine aristokratische Perspektive vertritt, wird in den Werken Maharele de Prague’s von dem „materiellen Wert“ der Frau gesprochen.

Die interessanteste Stelle im Talmud ist das Gebet eines jüdischen Mannes am Morgen, in dem er Gott dafür dankt, dass er ihn nicht als Frau erschaffen hat:

“Der Mann muss Gott für folgende drei Gaben danken: 1. Dass Gott ihn als Juden erschaffen hat, 2. Dass er nicht als Frau erschaffen wurde und 3. Dass er nicht zu den Unwissenden gehört”

Laut des Talmud, besitzt die Frau neun der zehn Fehler, die jeder Mensch inne halt (in sich trägt). Die Aussage der Frau als Zeugin hat keine Gültigkeit. Dies bezüglich wird sie hier als Kind eingestuft. Die Heirat ist ein Handel, in der die Frau sich verkauft. Der Besitzer einer verheirateten Frau ist der Mann. Deswegen darf sie nicht ohne die Erlaubnis ihres Mannes die Scheidung einreichen. Der Mann muss seine zukünftige Braut vorher gesehen haben, denn sie muss ihm schliesslich gefallen, damit die Ehe stattfinden kann. Ausserdem wird dies als Erfüllung des “Liebe deinen Nächsten“- Prinzips gesehen. Die Frau allerdings darf ihren Verlobten nicht sehen, denn einer Frau genügt, dass sie überhaupt mit einem Mann heiraten darf. Die Aufgabe der Frau in der Ehe ist es, die Kinder zu erziehen und den Mann davon abzuhalten, Sünden zu begehen.

Im Judentum benötigt man, um eine Gemeinschaft bilden und ein gemeinschaftliches Gebet verrichten zu können, zehn Personen. Das nennt man “Minyan”. Die Frauen gehören nicht zu diesen Zehn. Um eine Gemeinschaft gründen zu können, durch diese ein gemeinschaftliches Gebet zustande kommt, benötigt man zehn Männer.

Bei all den Aussagen bezüglich der Frau im Talmud, finden sich auch „positive“ Aspekte wieder.
Beispiele hierzu:
„Die Frau ist intelligenter als der Mann“ . Es gibt sechs Tugenden, die die Frau dem Mann abgegeben hat: Annehmlichkeit, Heil, Segen, Schutz, die Tora und die Guttat.
Die im ersten Blick für die Frau positiv klingenden Aspekte, sind in Wirklichkeit Tugenden, die dem Mann gegeben werden (die Frau gibt diese an den Mann ab, hat sie somit selber nicht mehr inne). Sonst würden diese nicht als Tugenden genannt, die der eine Ehepartner an den anderen gibt.
Einer Überlieferung zur Folge fragt man den Propheten Ilias, wofür die Frauen gut/nützlich seien? Seine Antwort lautet: „Die Frau kocht und näht.“
Wenn man sich weitere Ausführungen des Talmuds ansieht, kann man ersehen, dass die Rolle der Frau lediglich darin besteht, Kinder auf die Welt zu bringen.

Die Frau ist das, was der Mann verloren hat. Deswegen sucht er sie. Doch wenn der Mann sie nicht findet, ist trotzdem die Frau der Verlierer.
Das Thema des Scheidungsrechts in der jüdischen Jurisprudenz ist sehr essentiell für die Frau. Doch wie bei der Tora wird auch im Talmud der Frau kein Recht gegeben sich scheiden zu lassen. Der Mann behaelt dieses Recht für sich.   Die Frau ist verpflichtet sich an 365 der insgesamt 613 jüdischen Gesetze zu halten. Für die anderen 248 ist sie nur zeitlich gesehen frei. 
Der Talmud ermahnt den Mann und sagt: “Pass auf sie (die Frau) auf, denn sie weint sofort”. Daneben wird dem Mann auch gesagt, er solle seine Frau lieben, wie er sich liebt und respektieren. Es wird auch gesagt, dass sich gut kleidende (schöne) und sich schmücken Frauen glücklich machen. 
Eine weitere Behauptung ist, dass überall wo Frauen sich befinden auch Magie und Aberglaube sich befinden kann.
Im Talmud wird nahezu von keiner weisen Frau berichtet. Nur Rabbi Meir’s Ehefrau Beruria wird erwähnt.
Wie auch zu anderen Themen, ist es auch in dem Talmud möglich verschiedene Behauptungen und Ausführungen zu diesem Thema vorzufinden.


I. Die Frau im Christentum

Die Stellung der Frau wurde mehr durch Paulus, dem eigentlichen Gründer der Kirche geprägt, als durch Jesus selbst.
Paulus, der zur Zeit der Entwicklung der Mischna und der frühchristlichen Entwicklungsphase lebte, wurde von der jüdischen und dem paganisch-römischem Frauenbild beeinflusst und geprägt. Dies kommt nicht nur im Neuen Testament, sondern auch in den Schriften der Kirchenväter zum Vorschein.

 
1. Die Stellung der Frau im Neuen Testament

Das Frauenbild von Jesus Christus ist, wenn man die damaligen kulturellen Gegebenheiten mit betrachtet, bis auf einige Ausnahmebeispiele recht positiv.
Die Frauen zur Zeit von Jesus, insbesondere diejenigen, die sich nicht unter dem Schutz eines Mannes befanden, Witwen, geschiedene oder auch verheiratete Frauen, wurden erniedrigt. Ausländische Frauen und Prostituierte bekamen keinerlei finanzielle Unterstützungen. Aus dem Neuen Testament erfahren wir, dass sich in dem oben geschildertem Umfeld auch solche Frauen, Jesus anschlossen, seinen Predigten lauschten. 
 Bsp.: Zwei Schwestern namens Marta und Maria besuchen mehrere Häuser des Dorfes, um gewisse Dienste zu erweisen. Maria unterbricht ihre Arbeit und gesellt sich zu Jesus‘ Predigten.

„Während aber weiterzogen sie, er ging hinein in ein Dorf; aber eine Frau mit Namen Marta nahm gastlich auf ihn. Und dieser war eine Schwester, genannt Maria, die, sich daneben gesetzt habend zu den Füßen des Herrn, hörte seine Rede. Aber Marta war völlig in Anspruch genommen mit vielem Dienen; hinzugetreten aber, sagte sie: Herr, nicht liegt daran dir, dass meine Schwester allein mich gelassen hat zu dienen? Sage doch ihr, dass mir sie beisteht! Antwortend aber, sagte zu ihr der Herr: Marta, Marta, du sorgst und wirst umgetrieben um vieles, 42 an einem aber ist Bedarf: Maria nämlich das gute Teil hat sich erwählt, welches nicht genommen werden wird von ihr.“ 

Eine sündige Frau kommt mit einem Krug in der Hand zu Jesus, wischt mit ihren Haaren ihre vergossenen Tränen von den Füßen Jesu‘ weg und salbt ihm mit Öl, ohne dass sich Jesus dagegen strebt. Einige wundern sich, dass Jesus nicht abgelehnt hat, dass eine sündhafte Frau so etwas tut und Jesus antwortet, dass diese Handlung dafür sorge, dass ihr ihre Sünden vergeben würden.

Im Lukas Evangelium 7/36-50 heißt es:

„(37)Und siehe, eine Frau, welche war in der Stadt eine Sünderin, und erfahren habend, dass er zu Tisch liegt im Haus des Pharisäers, gebracht habend eine Alabasterflasche Salböls (Markus 14.3-9) 38 und sich gestellt habend hinten zu seinen Füßen weinend, mit den Tränen begann zu benetzen seine Füße, und mit den Haaren ihres Kopfes trocknete sie ab, und sie küsste seine Füße und salbte mit dem Salböl. 39 Gesehen habend aber, der Pharisäer geladen habende ihn sagte bei sich, sagend: Dieser, wenn er wäre ein Prophet, würde erkennen, wer und was für eine die Frau, welche berührt ihn, dass eine Sünderin sie ist. 40 Und antwortend, Jesus sagte zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber: Meister, rede! sagt. 41 Zwei Schuldner waren einem Geldverleiher; der eine schuldete fünfhundert Denare, aber der andere fünfzig. 42 Nicht konnten sie zurückzahlen, beiden schenkte er. Wer denn von ihnen mehr wird lieben ihn? 43 Antwortend, Simon sagte: Ich vermute, dass, wem das Mehr er geschenkt hat. Er aber sagte zu ihm: Richtig hast du geurteilt. 44 Und sich gewendet habend zu der Frau, zu Simon sagte er: Siehst du diese Frau? Hineingegangen bin ich in dein Haus. Wasser mir für Füße nicht hast du gegeben; diese aber mit den Tränen hat benetzt meine Füße und mit ihren Haaren hat getrocknet. 45 Einen Kuss mir nicht hast du gegeben; diese aber, seit welcher ich hereingekommen bin, nicht hat aufgehört, küssend meine Füße. (Römer 16.16) 46 Mit Öl mein Haupt nicht hast du gesalbt; diese aber mit Salböl hat gesalbt meine Füße. 47 Deswegen sage ich dir: Vergeben sind ihre vielen Sünden, weil sie geliebt hat viel; wem aber wenig vergeben wird, wenig liebt er. 48 Er sagte aber zu ihr: Vergeben sind deine Sünden. 49 Und begannen die mit zu Tisch Liegenden zu sagen bei sich: Wer dieser ist, der auch Sünden vergibt? (Lukas 5.21) 50 Er sagte aber zu der Frau: Dein Glaube hat gerettet dich: geh in Frieden! (Lukas 8.48) (Lukas 17.19) (Lukas 18.42) „

Auch wird eine Frau, die an einer Geschlechtskrankheit leidet und laut der jüdischen Gesetzte ausgestoßen wurde, geheilt, weil sie das Gewandt Jesu‘ berührt hat. Die Frau, die in Panik gerät, weil sie ohne Erlaubnis sein Gewandt berührt hat, kniet sich nieder und bittet um Vergebung. Jesus antwortet: „Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; gehe hin in Frieden und sei gesund von deinem Leiden“
In einer Gesellschaft, in der wegen der Unzucht nur Frauen, im Tempel bestraft werden (gesteinigt), predigt Jesus mit den Worten: “Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie”  und hindert somit die Durchführung der Strafe. Auch sein Verhalten gegenüber kanaanitische und samaritische Frauen war anders als die damaligen jüdischen Gesetze es vorschrieben. Das Verhalten Jesu gegenüber Frauen war so außergewöhnlich, dass man  fast schon sagen kann, dass sogar Paulus nicht mit Jesus mithalten konnte.
Die wichtigsten Aussagen  für die Christen finden wir in den Briefen des Apostels Paulus.  Paulus‘ Aussagen über die Frau, der er nur einen zweitrangigen Wert bei schenkte, sollte auch Jahrhunderte danach das christliche Verständnis prägen. Die Zusammenfassung des Frauenbildes von Paulus findet sich im ersten Brief der Korinther. 

Paulus, der als Baumeister des Christentums gilt, ist derjenige, der die Stellung der Frau im Christentum über Jahrhunderte hinweg bestimmt hat.
Laut Paulus besetzt die Frau in der Hierarchie von Gott zu Mensch, den letzten Platz.

“Ich lasse euch aber wissen, dass Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt.“

Paulus schreibt den Frauen vor, mit einer Kopfbedeckung zu beten (Kopftuch). Wer es nicht tut, soll kahl rasiert werden. Der Mann allerdings soll seinen Kopf im Gegenteil nicht bedecken. Der Grund laut Paulus, warum der Mann sein Kopf nicht bedecken soll ist, dass er Gott ähnlich und erhaben ist. Die Frau jedoch stammt vom Manne ab und ist seine Ehre.

In 1. Korinther - Kapitel 11 heißt es:

„Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. 8 Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne. (1. Mose 2.21-23) 9 Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen. (1. Mose 2.18) 10 Darum soll das Weib eine Macht "Macht" bedeutet wohl: Schleier auf dem Haupt haben, um der Engel willen. 11 Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem HERRN; 12 denn wie das Weib vom Manne, also kommt auch der Mann durchs Weib; aber alles von Gott.
   13 Richtet bei euch selbst, ob es wohl steht, dass ein Weib unbedeckt vor Gott bete. 14 Oder lehrt euch auch nicht die Natur, dass es einem Manne eine Unehre ist, so er das Haar lang wachsen lässt, 15 und dem Weibe eine Ehre, so sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben.“

Der Mann muss sein Kopf nicht bedecken, er ist Gott ähnlich und erhaben. Die Frau wurde aus dem Mann erschaffen. Nicht der Mann wurde für die Frau erschaffen, sondern die Frau für den Mann. Da laut Paulus die Frau für den Mann erschaffen wurde, hat der Mann auch Entscheidungsrecht über ihren Kopf (ihre Haare).

Auch wenn Paulus sagt, dass vor Gott weder der Mann von der Frau, noch die Frau von dem Mann unabhängig ist, ist diese Aussage genauer zu betrachten. Denn nachdem er sagt, dass die Frau vom Mann erschaffen, aber der Mann von einer Frau geboren wird, sagt er, dass aber alles von Gott sei. Somit stellt er klar, dass auch dies im Zusammenhang mit seinen gesamten Ausführungen verstanden werden muss. 

Nachdem Paulus erwähnt, dass die Frau einen Schleier tragen muss, verweigert er im weiteren Verlauf, der Frau die Teilnahme am gemeinschaftlichen Gebet. Dies hat später dazu geführt, dass die Kirche es den Frauen verboten hat, das Priesteramt zu walten. Paulus führt seinen Gedanken noch weiter und bestimmt, dass die Frau nicht viel reden und sich der Gesellschaft fügen solle. Einige christliche Theologen sind dadurch zum Schluss gekommen, dass es nicht zu begrüssen sei, wenn die Frau sich an religiösen Diensten beteiligt und ihre Meinung kund gibt.

„Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt“

Paulus ideale Vorstellung einer wahrhaftigen Frau ist, dass sie kein Wissen hat, sich ihrem Mann fügt, bei Versammlungen und in größeren Gemeinschaften nicht redet, weil sie weiß, dass es sich nicht schickt.

„Wollen sie etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es steht den Weibern übel an, in der Gemeinde zu reden.“


2. Das Frauenbild von den Kirchenvätern bis zur christlichen Theologie

Die im Neuen Testament besonders von Paulus begründete Anthropologie, wird vor Allem von dem Kirchenvater St. Augustinus weitergeführt werden. In dem Ausmaße, dass die Haltung Augustinus‘ gegenüber der Frau und seine theologischen Begründüngen diesbezüglich, durch das Mittelalter hindurch als ein Dogma akzeptiert werden.
Laut dem Bischof aus Hippo gibt es keine Dualität zwischen dem Körper eines Mannes und seiner Seele. Wohingegen dies bei der Frau nicht der Fall ist.
Der Mann ist zusammen mit seiner Seele und seinem Körper Gottes Ebenbild, die Frau hingegen nur mit ihrer Seele, denn die Weiblichkeit ist nur ein Hindernis, den Verstand zu nutzen. Deswegen ist es von Natur, dass die Frau ein niederes Wesen ist.
Thomas Aquinas, einer der wichtigsten Kirchenväter des Mittelalters, hat die Theorie von Augustinus weitergeführt. Auch seiner Meinung zur Folge wurde die Frau im Vergleich zum Mann unvollständig erschaffen. Die Frau muss sich dem Mann, bei dem die Denkprozesse vollkommen sind, unterordnen. Dieser Aspekt wurde im Kirchenrecht aufgefasst und kanonisiert. Zum Beispiel stand bis zum 15. Jahrhundert im Decretium Gratiani, dass die Frau nicht das Ebenbild Gottes ist.  Auf diese wurde eine kulturelle İnterpretation heilig angesehen und als eine Normalität aufgenommen. Dies geschah in dem Ausmaße, dass Theologen diese Auffassung als ‚normal‘ betrachteten und sie der Genesis entlehnten und noch dazu sie ein Grundstein der christlichen Theologie wurde. Ein Kind zu zeugen war ein Akt, in dem der Mann aktiv, die Frau jedoch lediglich ‚das Beet für die Samen‘ war. Dieser Umstand wurde von Thomas Aquinas als ein Beweis der ‚gottgegebenen männlichen Überlegenheit‘ interpretiert.
Die moderne Philosophie und die wissenschaftlichen Fortschritte beeinflussten stark die Diskussion über die Stellung der Frau in der kirchlichen Vorstellung. Dadurch wurde die traditionelle ‘frauenfeindliche’ Lehre der Kirche Objekt der Diskussion. Zum Beispiel wurde die Ansicht dass ‘Ehepaare nur für die Zeugung eines Kindes Geschlechtsverkehr haben dürfen’ verworfen und akzeptiert, dass die Frau kein passives sondern für ihren eigenen Körper verantwortliches Wesen ist. Papst Johannes der XXIII. War gezwungen in seiner Manifestation Pacem in Terris (1963) hervorzuheben, dass ‘Frau und Mann gleichermassen ehrwürdige und respektable Wesen sind’. İn Gaudium et Spes, einer der Dokumente des II. Vatikanischen Konzils wird ausgesagt, dass ‘ jegliche Diskriminierung bezüglich des Geschlechtes dem göttlichen Willen widerspricht und deswegen aufgehoben werden muss’.

Fazit:
Bei der Analyse der christlichen und jüdischen Quellen stellt sich heraus, dass in beiden Traditionen die Frau verglichen zu dem Mann eine niedrigere Stellung bezieht.  Obwohl im Alten Testament in der Genesis die Erschaffung von Mann und Frau als eine gleichzeitige beschrieben wird, wurde das Bild der ‚ aus der Rippe des Mannes erschaffenen’ Frau, deren Lebensaufgabe darin besteht‚ das Kind zu säugen und ihrem Manne zu dienen‘, in der jüdischen Lehre fest verankert. Dass diese Auffassung bei der İnterpretation religiöser Texte als fundamental angesehen wird, findet sich in später datierten Talmudtexten wieder. Obgleich diese im Alten Testament und der jüdischen Literatur entwickelte Vorstellung, versucht wurde durch die Worte und Taten des Jesus umgeworfen zu werden, waren diese im Neuen Testament nicht ausschlaggebend genug. Das Frauenbild des Christentums wurde bestimmt durch das Frauenbild des Paulus in seinem Brief an die Korinther. Diese Haltung gegenüber der Frau entstand unter Einfluss von jüdischem und heidnischem Gedankengut, und wurde durch das Mittelalter hindurch zum Fundament einer abwertenden und erniedrigenden Haltung der Kirche gegenüber der Frau.   

 

Das türkische Original:
“Yahudilikte ve Hıristiyanlıkta Kadın”
Aus der wissenschaftlichen  Zeitschrift: Köprü Dergisi-
Von: İsmail Taşpınar
Doç. Dr., Marmara Üniversitaet, Theologische Fakültaet, Lehrpersonal der Abteilung für Religionsgeschichte

Übersetzt von Tuğrul Kurt

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Öz

İnsanlığın önemli bir unsurunu teşkil eden ‘kadın’, hemen hemen bütün dinlerin kutsal metinlerinde ayrı bir konu olarak ele alınmış ve varlık içerisindeki yerine dair açıklamalarda bulunulmuştur. Bu araştırmada, söz konusu dinlerden Yahudilik ve Hıristiyanlığın kadınlar ile ilgili tutumları kendi kaynaklarından hareketle ortaya konmaya çalışılacaktır.

Anahtar Kelimeler: Kadın, erkek, Yahudilik, Hıristiyanlık, Eski Ahid, Yeni Ahid


Abstract

“Woman” representing the most important item of humanity is considered as a separate issue in religious texts of all religions and explanations regarding her place within existence are presented. In this research, attitudes of Jewish and Christianity about women are highlighted on the basis of their own sources.

Key words: Woman, man, Jewish, Christianity the, Old Testament, the New Testament


Das türkische Original:

“Yahudilikte ve Hıristiyanlıkta Kadın”
Aus der wissenschaftlichen  Zeitschrift: Köprü Dergisi-
Von: İsmail Taşpınar
Doç. Dr., Marmara Üniversitaet, Theologische Fakültaet, Lehrpersonal der Abteilung für Religionsgeschichte

Übersetzt von Tuğrul Kurt

 

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